Hohe Dunkelziffer

Fast 40 % der deutschen Unternehmen sind nach eigener Einschätzung in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminellen geworden.

In einem Drittel der Fälle hätten eigene Mitarbeiter betrogen oder Geld veruntreut, lautet das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Die weitaus höheren Schäden verursachten jedoch Produktpiraten und Industriespione. Die deutsche Wirtschaft ist der Umfrage zufolge besonders stark belastet. Häufig finden sich ”geldnahe” Unternehmen wie Banken (54 %) und Versicherungen (49 %) in der Opferrolle wieder, während Bau- und Industrieunternehmen seltener über Kriminalfälle in Ihrem Geschäft berichten.

Neben den materiellen Schäden - durchschnittlich zwei Millionen Euro pro Fall - beklagen die Unternehmen die immateriellen Folgen wie Image- und Vertrauensverlust oder die sinkende Moral bei der eigenen Belegschaft.

Aufgedeckt werden wirtschaftsnahe Verbrechen vor allem durch Prüfungen, häufig jedoch auch durch Zufall oder gezielte Tipps. Dies ist PwC zufolge ein Hinweis auf die hohe Dunkelziffer in diesem Kriminalitätsbereich.